Einleitung – warum WordPress

Es geht schnell und genügt in vielen Fällen den Anforderungen vollständig: eine Webseite auf Basis von WordPress. Kunden, denen es um Content geht und die keine komplexen Geschäftsprozesse abbilden müssen, empfehle ich meistens WordPress, obwohl ich als .NETler eigentlich eher im IIS-Umfeld zuhause bin. So ist DotNetNuke – neben seiner Behäbigkeit – für Rapid Deployment-Zwecke überdimensionert, ebenso wie Umbraco. Dazu kommt, dass Linux-Hosting verbreiteter und günstiger ist als die Microsoft-Plattform. Alternativen auf dieser Plattform in diesem Marktsegment, die ich kenne, sind Joomla, Redaxo, MODx und Silverstripe. Alle, ohne Ausnahme, erfüllen ihren Zweck, alle sind freie Systeme.

Dass meine Wahl meistens auf WordPress fällt, liegt an folgenden Dingen:

  1. der Community (die Stackexchange Plattform findet sowohl auf stackoverflow.com Treffer ohne Ende als auch auf der Schwesterseite wordpress.stackexchange.com – leider, wie schön wäre es, gäbe es nur eine),
  2. der Tatsache, dass sich für beihnahe jedes Problem ein Plugin findet – wenn nicht, ist WordPress vielleicht die falsche Plattform,
  3. der Einfachheit der Installation, des Betriebs, der Updates etc., sowie
  4. der Verfügbarkeit von Themes und von Tools, mit denen sich diese schnell (wenn auch nicht unbedingt designerisch hochwertig – aber wir sind ja im Cheap & Rapid-Segment) erstellen lassen, z. B. Artisteer, Gantry etc.

Meine liebsten WordPress-Einstellungen und Plugins

Im Laufe eines Entwicklerlebens baut man viele eigene Frameworks, sammelt viele eigene Basis-Setups, kurz man optimiert sich so durch die virtuelle Welt. Es gibt sehr viele Seiten, die die besten Plugins empfehlen – hier ist eine mehr, na und? Im Grunde handelt es sich hier um mein veröffentlichtes Wiki, in dem ich solche Dinge aufzubewahren pflege.

Das beste Setup von WordPress

  1. Permalinks: grundsätzlich auf Artikelname, außer man schreibt so viel, dass sich ein Datum lohnt. Ansonsten ist eine sich selbst beschreibende, knappe URL sowohl für Menschen als auch Suchmaschinen am angenehmsten.
  2. Ping-Dienste: Unter Einstellungen – Schreiben findet sich unten der Punkt Update Services. Die Einträge können optimiert werden – ich nutze einen Tipp vom Blog officetrends.de, und zwar:
    http://blogsearch.google.com/ping/RPC2
    http://blogsearch.google.de/ping/RPC2
    http://ping.wordblog.de/
    http://rpc.icerocket.com:10080/
    http://rpc.pingomatic.com/
    http://rpc.twingly.com/
    http://rpc.weblogs.com/RPC2

Grundsätzlich ist mir persönlich egal, wie lange das Veröffentlichen eines Artikels dauert.

Die besten Plugins für WordPress

Plugins verlangsamen ggf. den Seitenaufbau, was sich durch geschicktes Caching allerdings stark verbessern lässt. Nicht alle diese Plugins sind für jede Installation sinnvoll – manche machen nur nach einem Relaunch Sinn oder wenn man Google Adwords oder Analytics verwendet.

  1. WP Remote – pflegt man mehrere Blogs, eigene und vor allem solche von Kunden, lassen sich hiermit bequem Updates einspielen.
  2. W3 Total Cache – auch mit Standardeinstellungen läuft die Seite schneller. Verwendet man Child Themes, ist ein Cache Plugin ohnehin unverzichtbar.
  3. WordPress SEO by Yoast – Suchmaschinenoptimierung wird kaum einfacher als mit diesem Plugin.
  4. Antispam Bee – anstelle des (unsinniger Weise) vorinstallierten, aber inzwischen kostenpflichtigen Akismet.
  5. Jetpack – viele Features aus der WordPress-Cloud – Statistiken, verbesserte Kommentarfunktionen uvm.
  6. Redirection – eines der komfortableren Tools, um 301- und andere Redirects zu managen. Braucht man beim Relaunch einer Seite, um die alten URLs sauber in die neuen zu überführen (damit weder Leute, die ihre Lesezeichen auf Unterseiten gesetzt haben, noch Suchmaschinen ins Leere greifen).
  7. All in One Adsense and YPN Pro – mein derzeitiger Favorit für die Integration von Google Adsense in die Seiten.
  8. Google Analyticator – Plugin für die Integration von Google Analytics Code.
  9. 2-Click Social Media Buttons – wer Facebook & Co.-Buttons anzeigen möchte, sollte zu diesem besten und sympathischsten Werkzeug greifen. Zwei Klicks statt einem, um einen Post zu sharen, ok, aber dafür: kein Tracking durch die Datenkraken.
  10. Broken Link Checker – wirklich unverzichtbar. Prüft einmal täglich, ob irgendwo auf der Website ins Leere führende Links stecken.
  11. Manual Image Crop – Bilder bequem in beliebige (mittels add_image_size(‚NAME‘, 660, 270, true) in der functions.php des Themes definierten) Bildgrößen beschneiden

Plugins für spezielle Anforderungen

  1. Types – Custom Fields and Custom Post Types Management – macht was es sagt.
  2. Admin Menu Editor – macht auch was es sagt.